Derby im Abstiegskampf

Am Sonntag um 14 Uhr treffen sich der SSV Wertach und der FC Rettenberg zum Nachbarschaftsderby im Starzlachauenstadion in Wertach. Das Duell steht unter den Vorzeichen des Abstiegskampfes, schließlich stecken beiden Teams tief im Tabellenkeller und belegen die Relegationsplätze. Die Hausherren gehen mit einem Punkt Vorsprung in die Partie und möchten diesen auf eigenem Geläuf natürlich ausbauen. Aber der SSV hat gerade keinen guten Lauf und konnte aus den letzten fünf Partien nur einen Zähler ergattern. Dabei gelang nur ein einziger Treffer. Davor stand allerdings eine Serie mit drei Siegen in Folge, von der Wertach aktuell noch zehrt. Auch nicht besser sieht es bei den Gelb-Roten aus Rettenberg aus, die fünf der vergangenen sechs Partien verloren. Während die Situation beim Vorjahresaufsteiger aus Wertach nicht völlig überraschend kommt, hat man sich das beim letztjährigen Bezirksligisten aus dem Brauereidorf ganz anders vorgestellt. Durch viele Ausfälle zu Saisonbeginn geriet man in eine Negativspirale, die im Lauf der Vorrunde in den Abstiegsstrudel führte, aus dem es bislang noch kein Entkommen gibt. Manche Muster wiederholen sich immer wieder. Oft fängt das Team der Welte-Brüder gut an und bestimmt die Partie, dann führt ein Gegentreffer zu Verunsicherung und zu weiteren Toren für den jeweiligen Kontrahenten. In der Offensive kommt der FCR viel zu selten in wirklich gefährliche Bereiche, weil der letzte Pass nicht kommt, die falsche Entscheidung getroffen wird oder einfach der erste Ballkontakt nach einem Zuspiel nicht passt. Vieles scheint Kopfsache zu sein, weshalb ein Erfolgserlebnis im Derby umso wichtiger wäre. Mit einem Sieg könnte die Abstiegszone wohl sogar verlassen werden, im Negativfall dagegen wäre der SSV vorerst außer Reichweite. Für beide Mannschaften wird die Begegnung eminent wichtig und kann wegweisend für den weiteren Saisonverlauf sein.

Bereits am Samstag um 15 Uhr steht für den FCR II die Partie bei der SG Weitnau-Kleinweiler-Wengen an, welche aus der 2. Mannschaft des TV Weitnau und der früheren SG Kleinweiler-Wengen gebildet wurde. Die Partie findet nach derzeitigem Stand auf dem Sportplatz Klausenmühle in Kleinweiler statt. Nicht völlig auszuschließen ist allerdings, dass sie noch auf den Kunstrasenplatz in Seltmans verlegt wird. Die Hausherren spielen, wie bereits in den vergangenen Jahren, eine konstante Saison im Tabellenmittelfeld und werden voraussichtlich weder mit dem Auf- noch mit dem Abstieg was zu tun haben. Im Hinspiel zum Saisonauftakt entfürte die SG mit einem 3:1-Erfolg in Rettenberg die Punkte. Seitdem hat die 2. Mannschaft um Kapitän Manuel Meitinger und Torjäger Lukas Jäger allerdings eine beachtliche Entwicklung hingelegt und ist inzwischen bis auf Platz 5 nach vorne gestürmt. Sinnbildlich war hier der Sieg gegen den Tabellenzweiten aus Mauerstetten am Sonntag, bei dem sowohl spielerische Highilights, wie auch Kampf und Einsatz um jeden Zentimeter gezeigt wurden und zum Erfolg führten. Mit genau diesen Tugenden wollen die Gelb-Roten auch in Kleinweiler auftreten und sich für die Niederlage im August revanchieren. Mit einem weiteren Dreier könnte der Platz im oberen Tabellendrittel gefestigt und die Basis für eine starke Rückrunde gelegt werden. Bisher war Rang 7 in der A-Klasse die höchste Endplatzierung der 2. Mannschaft in der Vereinsgeschichte, dieses Ziel kann Trainer Norbert Groß mit seiner Truppe 2026 ins Auge fassen.

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