Eine ganz dicke Prüfung steht dem FC Rettenberg am Samstag um 15.30 Uhr bevor, wenn die Partie beim Tabellenzweiten FC Thalhofen beginnt. Gespielt wird auf dem Sportplatz am Mühlweg. Die Marktoberdorfer möchten den im Vorjahr haarscharf verpassten Aufstieg in dieser Saison nachholen und haben den 2. Platz bereits so gut wie sicher. Das würde erneut die Relegation bedeuten, in der der FCT denkbar knapp scheiterte. Nach einem Holperstart aufgrund der kurzen Pause fing sich Thalhofen und fuhr zehn Siege in Folge ein. Zuletzt lief es nicht mehr ganz so rund. Von den jüngsten fünf Partien wurden nur noch zwei gewonnen. Trotzdem ist auch der Direktaufstieg noch möglich, weshalb sich der FCR auf einen druckvollen Gegner einstellen muss, der eine frühe Entscheidung suchen will. Immerhin sind die Gelb-Schwarzen auch das offensivstärkste Team mit bereits 62 erzielten Toren und den treffsicheren Nico Beutel (18 Tore), Robin Volland (13) und Marvin Wahler (11), die allesamt zweistellig getroffen haben. Demensprechend wird Rettenberg erstmal auf defensive Stabilität aus sein, um nicht früh einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen. Auf der anderen Seite sollten sich durchaus Möglichkeiten ergeben, denn in Sachen Gegentoren zählt Thalhofen nicht zur Ligaspitze. Die Umschaltsituationen sollten dann aber konsequent und zielstrebig ausgespielt werden, um auch für Entlastung zu sorgen. Nach den beiden Niederlagen an Ostern sind die Chancen auf den Klassenerhalt im Brauereidorf inzwischen auf ein Minimum gesunken. Trotzdem soll die Flinte noch nichts ins Korn geworfen werden, ein Punktgewinn für den FCR wäre dennoch überraschend. Nachdem sich die Gastgeber zuletzt nicht unverwundbar zeigten, wollen die Mannen um Kapitän Maximilian Schmitt auf jeden Fall ihre Chance suchen.
Am Sonntag um 15.30 Uhr empfängt die 2. Mannschaft den Abstiegskandidaten TSV Dietmannsried II. Nach einem passablen Start in die Saison lief es beim Aufsteiger aus dem nördlichen Oberallgäu immer weniger. In diesem Kalenderjahr konnte Dietmannsried nur einen Zähler auf der Habenseite verbuchen. Zudem ging die letzte Partie beim zu diesem Zeitpunkt Vorletzten Schwarz-Weiss Sonthofen mit 1:4 verloren, dadurch rutschte der TSV selbst auf den Relegationsplatz ab. Dadurch steigt der Druck bei den Gästen, sie brauchen Punkte um nicht in den Nervenkampf Relegation gehen zu müssen. Für die Gelb-Roten ist die Situation eindeutig komfortabler, einem weiteren Jahr in der A-Klasse steht nichts mehr im Weg. Der starke Derbysieg gegen den FC Immenstadt II stärkt zusätzlich das Selbstvertrauen. Das Team des scheidenden Trainers Christian Büttner kann einfach frei aufspielen, in den restlichen Partien so viele Punkte wie möglich mitnehmen, und dann schauen zu welcher Platzierung das letztendlich reicht. Natürlich ist das Ziel, bereits am Sonntag das eigene Konto um drei weitere Zähler aufzustocken. Im Hinspiel gelang ein ungefährdeter 4:1-Auswärtserfolg, gegen einen ähnlichen Verlauf hätte auf Rettenberger Seite wohl keiner was einzuwenden.
